SPD-Politiker streben eine Sonderregelung für Hartz-IV-Empfänger bei der Abwrackprämie an. Sie kritisieren, dass die Prämie von 2500 Euro wie andere Leistungen auch als Einkommen gilt und auf die Grundsicherung für Langzeitarbeitslose angerechnet wird. Mehrere SPD-Politiker wollen das nicht hinnehmen. Sie forderten in Berlin SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz auf, die Regelungen zu überarbeiten.
Der Finanzpolitiker Reinhard Schultz nannte die Entscheidung, die Abwrackprämie für Empfänger von Arbeitslosengeld II als geldwerte Einnahme einzustufen, „aus sozialdemokratischer Sicht (...) völlig untragbar“.
Arbeitslosengeld-II-Empfänger hätten das Recht auf ein Privatauto bis zu einem Wert von 7500 Euro. Sie könnten sich von dem Vermögen, das sie neben der Grundsicherung besitzen dürfen, ein Auto kaufen. Dies sei auch Voraussetzung, dass Hartz-IV-Empfänger mobil seien für Jobs, heißt es in einem Brief an den Bundesminister.
„Es ist daher widersinnig, gerade denjenigen, die ohnehin schon benachteiligt sind, die Umweltprämie wieder wegzunehmen“, schreibt Schultz weiter. Die Regelung könnte auch aus verfassungsrechtlicher Sicht bedenklich sein, da durch sie ein Teil der Bevölkerung eindeutig benachteiligt werde.
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