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Vier Milliarden steckt der Bund in den Ausbau der Kitas. Gleichzeitig will die Union 2009 das Kindergeld erhöhen, pro Kind um etwa zehn Euro. Davon haben die Familien kaum etwas, aber den Staat kostet es zwei Milliarden Euro. Ist das nicht Politik mit der Gießkanne?
Eltern brauchen gute Kindergärten und Schulen, aber genauso gezielte finanzielle Hilfen. Das Kindergeld bekommen nur die fleißigen Familien mit kleinen Einkommen. Eltern, die zusammen über 63.000 Euro pro Jahr verdienen, nutzen den höheren Steuerfreibetrag.
Hartz IV-Empfänger erhalten das rund 50 Euro höhere Sozialgeld. Das heißt, wenn jemand drei Kinder hat und Arbeit aufnimmt, fallen ihm pro Kind schon mal 50 Euro Sozialgeld weg, weil er dann nur noch Kindergeld bekommt. Diese 150 Euro muss er erst mal am Markt netto mehr verdienen. Das Kindergeld sollte erhöht werden, um diese Schwelle am Arbeitsmarkt zu senken.
Sollen Familien für jedes Kind dieselbe Summe erhalten?
Ich will gezielt kinderreichen Familien helfen. Das Kindergeld soll nach Geschwistern höher gestaffelt werden, damit Eltern, die erwerbstätig sind und mehrere Kinder haben, gestärkt werden. Ab dem dritten oder vierten Kind steigen die sogenannten Sprungfixkosten: Sie brauchen eine größere Wohnung, die Waschmaschine läuft öfter. Und: Spätestens ab drei Kindern ist es eine Heldentat, alles zu wuppen, wenn beide Eltern arbeiten.
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