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Thema: Kinderarmut - Ursachen der Kinderarmut

  1. #91

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    juhu Kijara
    Mönsch, als frischgebackene Oma geht mir grade der Arsch auf Grundeis, wenn ich mir diese Zahlen reinziehe... Man gut, dass ich Kunsthandwerklich recht begabt bin, zwecks Geschenke selber basteln, aber auch die Materialien kosten ja was.....

  2. #92

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    Zitat Zitat von HorstLE Beitrag anzeigen
    Wie viel Geld kostet ein Kind im Monat? Was meinen Sie? Beim ALG II gibt es für ein Kind unter 14 Jahren monatlich 208 Euro. Das soll angeblich für Essen, Winterschuhe, Buntstifte, den Teddybären und vieles mehr reichen.
    Von den 208 Euro sind 76 Cent monatlich für Spielsachen vorgesehen, also 9,12 Euro aufs ganze Jahr gerechnet. Ein schlechter Scherz? Leider nein.

    Weiterlesen? HIER

    Winterschuhe kosten im Schnitt zwischen 15- 20 Euro
    Eine Winterjacke kostet ca. 10-15 Euro (letztes Angebot bei Kick 9,99) -sehr schön warm sehr preiswert
    ---> Fazit, Winterschuhe kaufe ich pro Kind pro Winter ein Paar und pro Kind eine neue Jacke, da meist aus dem Vorjahr noch eine vorhanden ist (man kauft ja größer) - diese sachen werden zwischen september und oktober gekauft. spielsachen will ich garnicht mehr kaufen, da ich schon garnicht mehr weiß was ich noch kaufen soll - die ham irgendwie alles, aber dafür reichts auch ...

  3. #93

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    Zitat Zitat von jhon Beitrag anzeigen
    juhu Kijara
    Mönsch, als frischgebackene Oma geht mir grade der Arsch auf Grundeis, wenn ich mir diese Zahlen reinziehe... Man gut, dass ich Kunsthandwerklich recht begabt bin, zwecks Geschenke selber basteln, aber auch die Materialien kosten ja was.....
    ich wünschte auch basteln zu können. lol aber dafür reichts nicht mehr.

  4. #94
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    Explosiv Wie man die Kinderarmut beseitigt...

    ... mindestens auf dem Papier: CDU verspricht Eltern mehr Kindergeld

    ... richtig... man erhöht das Kindergeld...

    Da Kindergeld minderjährigen Kindern als Einkommen zuzurechnen ist, solange sie es für ihren Bedarf benötigen...

    ... fallen zahlreiche Kinder mehr aus der Statistik, als das bislang der Fall ist...

    Wie das genau funktioniert?

    Ganz einfach... der Bedarf eines U15-Kindes setzt sich zusammen aus: Sozialgeldsatz: 208 Euro sowie seinem Mietanteil (im Fall eines alleinerziehenden Elternteils mit zwei Kindern, liegt der einzelne Mietanteil, je nach Angemessenheit zwischen ca. 117 Euro bis zu 150 Euro).

    Liegt also rein rechnerisch der Gesamt-Bedarf eines Hartz IV-Kindes zwischen:

    325 Euro und 358 Euro (inklusive Mietanteil).

    Nun haben Kinder ja zwangsläufig auch Einnahmen (sogenannte vorrangige Leistungen!) - besonders und gerade Kinder von Alleinerziehenden...

    So fließt z.B. an Unterhaltsvorschuss für ein U7-Kind: 125 Euro oder Unterhalt (DüDo-Tabelle) ca. 200 Euro.... und - jep.... Kindergeld hurra... bislang 154 Euro...

    ... und es gilt die Regel... das Kind gehört so lange zur Bedarfsgemeinschaft, so lange es seinen Bedarf über sein Einkommen nicht abdecken kann!

    Wenn wir von 325 Euro Bedarf inkl. Mietanteil ausgehen, muss ein Kind also neben Kindergeld bislang: 171 Euro Unterhalt über den "Zahl-Elternteil" erhalten, um aus der Bedarfsgemeinschaft zu herausfallen...

    ... wenn nun angenommen, das Kindergeld um 30 Euro steigt, sind nur noch 141 Euro Kindesunterhalt erforderlich, und bei 46 Euro reicht dann sogar das Unterhaltsvorschussgeld aus, um ein Kind aus der BG zu "entfernen"...

    Was das nun alles bedeuten soll?

    Ganz einfach - das Kind fällt aus der BG rechnerisch heraus... Rechnerisch deshalb, weil der Kindergeldüberhang wiederum der Mutter bzw. dem Vater angerechnet wird, bei dem das Kind lebt... denn je mehr Unterhalt ein Kind erhält, desto weniger benötigt es ja sein Kindergeld zur Unterhaltsdeckung... und wenn es Anteile des Kindergeldes nicht benötigt, ist das Kindergeld bzw. der Überschuss wiederum Einkommen, dass das Kind lt. Gesetzgeber gar nicht benötigt.

    Hierzu ist folgender Thread recht informativ: Achtung - Wichtig - Anrechnung Kindergeldüberhang

    Allerdings taucht das Kind - ohne auch nur einen Euro mehr zur Verfügung zu haben als ein Hartz IV-Kind -, nicht mehr in der Statistik auf... denn es ist ja kein Bezieher von ALG II-Leistungen, da es sich über Unterhalt und Kindergeld selbst unterhalten kann.

    In Hinblick auf aktuelle Armutsstatistik insbesondere zur Kinderarmut ein Brandthema.... schließlich sind bald Wahlen....

    Wo jetzt der Hasenfuß steckt?

    ... werden sich sicherlich einige von euch fragen... nun... das Kind ist zwar nicht Teil der BG und Teil der Statistik, es hat aber so lange nicht mehr, als ein Hartz IV-Kind zur Verfügung, bis einmal der komplette Kindergeldsatz, der ja späterhin höher ist, bei dem Elternteil bei dem es lebt, komplett angerechnet werden kann = Noch ein Vorteil...

    So macht man Politik!
    Liebe Grüße Kristin

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    Wichtig: einige Informationen und Nachrichten - auch aus wenig populären oder gar fragwürdigen Quellen - stellen wir hier ein, auch wenn wir anderslautender Meinung sind - soll heißen, wir identifizieren uns nicht immer mit den Quellen und/oder Aussagen, finden aber die Information oder auch Anti-Information diskussionswürdig.

    Es ist schwer das Glück bei sich zu finden und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

  5. #95

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    Standard Kein Andrang auf günstiges Essen

    Nur fünf Prozent der Hartz-IV-Familien nehmen die Unterstützung des Kreises für Schulspeisung in Anspruch

    Die verbilligten Mittagessen für Schulkinder aus Familien, die von Hartz IV abhängig sind, werden weniger stark angenommen als erwartet. Nur fünf Prozent der anspruchsberechtigten Schüler hätten die Unterstützung in den ersten beiden Monaten genutzt, erläuterte gestern Landrat Matthias Wilkes (CDU) bei einem Pressegespräch in Heppenheim. Im Dezember hatte der Kreis 347 Schulessen subventioniert, im Januar wegen der Ferien nur 308. Im Schnitt habe man monatlich 31 Schüler unterstützt. An den demnächst 23 Bergsträßer Schulen mit Mittagsverpflegung hätten aber 575 Schüler die Verbilligung in Anspruch nehmen können. Insgesamt leben im Kreis 2862 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 14 Jahren in Familien mit langzeitarbeitslosen Eltern.
    Weiterlesen? HIER

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




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  6. #96

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    Standard Arbeitslosengeld II reicht nicht

    Der aktuelle ALG-II-Regelsatz von 347,00 Euro sichert nicht das sozialkulturelle Existenzminimum für die Betroffenen. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass vor allem Haushalte mit Kindern durch die unverzichtbaren Aufwendungen für Ernährung, Bekleidung und Schulbücher vor oft unlösbare Probleme gestellt sind.

    Dies belegen die Ergebnisse der Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn. Darin wird detailliert festgestellt, dass der vom Gesetzgeber für Nahrung und Getränke bei 14- bis 18-Jährigen veranschlagte Regelsatz-Betrag von 3,42 Euro pro Tag nicht ausreicht, um einen Teenager mit gesundem Appetit ausgewogen zu ernähren. Dazu muss man selbst beim "preisgünstigen" Discounter im Schnitt 4,68 Euro ausgeben, im "normalen" Supermarkt sind sogar 7,44 Euro fällig.

    Die für vier- bis sechsjährige Kinder veranschlagten täglichen 2,57 Euro reichen gerade aus, aber auch nur, wenn die Lebensmittel beim Discounter gekauft werden. Denn im gewöhnlichen Supermarkt müssen heute sogar durchschnittlich 3,86 Euro für die entsprechenden Nahrungsmittel gezahlt werden.
    Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
    Ernst R. Hauschka

  7. #97

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    Standard

    Die für vier- bis sechsjährige Kinder veranschlagten täglichen 2,57 Euro reichen gerade aus, aber auch nur, wenn die Lebensmittel beim Discounter gekauft werden.
    Warum nicht gleich beim A&V. Das soll mir mal einer vorrechnen, wie ich ein Kleingeld für die paar lächerlichen Euros am Tag verpflegen soll.

    Hilfe, ich hab schon wieder soooooo eine Hals. Da wird jede Giraffe neidisch.

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




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  8. #98

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    Böse

    Jep, und da tut sich direkt eine weitere "Schere" auf.

    Als Single kann man eher mit Regelsatz und karitativen Leistungen
    zurechtkommen, aber ab dem ersten Kind sind diese Möglichkeiten
    schon arg eingeschränkt- Du bist auf den Einkauf im Supermarkt
    angewiesen. Mehr Kinder verschärfen die Situation, binden Dich zeitlich mit Hausaufgaben und anderem. Stromverbrauch durch erhöhten Waschbedarf,
    wenn Du da Jungs hast die gern draussen sind oder gar Fussball spielen-
    Prost Mahlzeit. Eine Krankheit oder Behinderung dabei und Du bist am Ende
    der Fahnenstange.

    Diesen Umständen wird in keinster Weise Rechnung getragen!

    LG Paule
    Probleme sind Lösungen im Arbeitsanzug; wir schaukeln das schon !
    Ora et labora .

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  9. #99
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    Ausrufezeichen Strom - Ungleichbehandlung bezüglich Warmwasserbereitung

    Zitat Zitat von Paulchen Beitrag anzeigen
    Stromverbrauch durch erhöhten Waschbedarf,
    (...)
    Stimmt....

    Weshalb ich noch einmal auf meinen Beitrag aus: Strompreise für ALG II Bezieher bald unbezahlbar? aufmerksam machen möchte...
    Liebe Grüße Kristin

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  10. #100
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    Zitat Zitat von Nefertari1968 Beitrag anzeigen
    So seien derzeit mehr als 2,5 Millionen Jungen und Mädchen auf Sozialgeld angewiesen.



    ... und nun - wie durch Zauberhand - heißt es:

    und 1,9 Millionen "nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige" (Kinder) Sozialgeld
    Quelle

    Innerhalb von 5 Monaten eine derartige Senkung = haben die betroffenen Eltern von 0,6 Mio. Kindern nun allesamt Arbeit gefunden... oder ist das vielmehr der Anteil Alleinerziehender, deren Kinder über ausreichende Unterhaltszahlungen nur aus der Statistik gefallen sind, da nicht mehr bedürftig?
    Liebe Grüße Kristin

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  11. #101

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    Standard

    Zitat Zitat von Nefertari1968 Beitrag anzeigen


    ... und nun - wie durch Zauberhand - heißt es:



    Quelle

    Innerhalb von 5 Monaten eine derartige Senkung = haben die betroffenen Eltern von 0,6 Mio. Kindern nun allesamt Arbeit gefunden... oder ist das vielmehr der Anteil Alleinerziehender, deren Kinder über ausreichende Unterhaltszahlungen nur aus der Statistik gefallen sind, da nicht mehr bedürftig?
    Du vergißt, ab 15 gilt man als erwerbsfähig, trotzdem ist man noch bis zur Volljährigkeit ein Kind.
    In der Statistik ist die Rede von nicht erwerbsfähigen Personen

  12. #102
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    Zitat Zitat von dragonflyer Beitrag anzeigen
    Du vergißt, ab 15 gilt man als erwerbsfähig, trotzdem ist man noch bis zur Volljährigkeit ein Kind.
    In der Statistik ist die Rede von nicht erwerbsfähigen Personen
    Stimmt... du hast recht

    Das ist natürlich eine Erklärung und eine besondere Methode Kinder aus der Statistik zu entfernen - während sie noch weitere 10 Jahre als U25 in der Abhängigkeit ihrer Eltern dahindümpeln müssen...

    Aber das hier ist "spannend":

    (...)
    Vier Milliarden steckt der Bund in den Ausbau der Kitas. Gleichzeitig will die Union 2009 das Kindergeld erhöhen, pro Kind um etwa zehn Euro. Davon haben die Familien kaum etwas, aber den Staat kostet es zwei Milliarden Euro. Ist das nicht Politik mit der Gießkanne?

    Eltern brauchen gute Kindergärten und Schulen, aber genauso gezielte finanzielle Hilfen. Das Kindergeld bekommen nur die fleißigen Familien mit kleinen Einkommen. Eltern, die zusammen über 63.000 Euro pro Jahr verdienen, nutzen den höheren Steuerfreibetrag.

    Hartz IV-Empfänger erhalten das rund 50 Euro höhere Sozialgeld. Das heißt, wenn jemand drei Kinder hat und Arbeit aufnimmt, fallen ihm pro Kind schon mal 50 Euro Sozialgeld weg, weil er dann nur noch Kindergeld bekommt. Diese 150 Euro muss er erst mal am Markt netto mehr verdienen. Das Kindergeld sollte erhöht werden, um diese Schwelle am Arbeitsmarkt zu senken.

    Sollen Familien für jedes Kind dieselbe Summe erhalten?
    Ich will gezielt kinderreichen Familien helfen. Das Kindergeld soll nach Geschwistern höher gestaffelt werden, damit Eltern, die erwerbstätig sind und mehrere Kinder haben, gestärkt werden. Ab dem dritten oder vierten Kind steigen die sogenannten Sprungfixkosten: Sie brauchen eine größere Wohnung, die Waschmaschine läuft öfter. Und: Spätestens ab drei Kindern ist es eine Heldentat, alles zu wuppen, wenn beide Eltern arbeiten.
    http://www.wiwo.de/politik/kitas-bri...vitaet-266686/

    Damit ist dann auch klar - dass die 10 Euro Kindergeld-Erhöhung ebenfalls vollständig auf das Sozialgeld der Kids angerechnet wird... auch lese ich heraus, dass man nicht daran denkt die 208 Euro Sozialgeld in absehbarer Zeit zu erhöhen...
    Liebe Grüße Kristin

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  13. #103

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    Standard Musikförderung nicht nur für Reiche

    Jede Mehrbelastung für die Kinder von ALG II- EmpfängerInnen und Menschen mit niedrigen Einkommen verstärkt die sozial ausgrenzende Wirkung der Armut in unserem Land.
    Quelle und Weiterlesen: HIER

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




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  14. #104

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    Standard „Hartz IV“ kann Kinder krank machen

    Scharfe Kritik an „Hartz IV“ hat der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) geübt. Diese Form der Sozialhilfe führe vor allem bei Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern zu großen Gesundheitsrisiken, sagte July bei der Vorstellung der „Woche für das Leben“ am 27. März in Stuttgart.

    Quelle und Weiterlesen: HIER

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




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  15. #105

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    Standard

    Vielleicht hören die Politiker ja mal auf den. Kinder sind nun wirklich bei der ganzen Harz-IV-Geschichte am schlechtesten gestellt, obwohl sie am wenigstens dafür etwas können.
    "Wenn eine Idee
    nicht zunächst einmal
    völlig absurd erscheint,
    kann man sie gleich vergessen."
    (Albert Einstein)


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  16. #106
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    Standard Thema durch

    ... auch der Kinderzuschlag ist in der Mehrzahl der Fälle als gescheitert zu betrachten:

    Kinderzuschlag - für wen?

    .... allmählich glaube ich nicht mehr daran, dass diese Gesellschaft überhaupt irgendetwas unternehmen möchte um Kinderarmut zu beseitigen...

    Letzten Endes - auch das - nur Schiebewurst, wobei die Betroffenen nun mit dem vermeintlichen "Wahlrecht" zwischen der Kombination Kinderzuschlag und Wohngeld und der Kombination ALG II mit Erwerbstätigenfreibetrag aufpassen müssen, dass sie nicht lediglich die Armutsstatistik bereinigen, während sie im Endeffekt noch weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben, als im ALG II-Bezug....

    Stolz muss man sich eben auch leisten können....

    Im Übrigen hat man bei ALG II - bislang jedenfalls - nur eine Behörde "an der Backe" - bei Bezug von Wohngeld in Kombination mit dem Kinderzuschlag darf man sich dann mit zwei Instanzen regelmäßig herumprügeln, bezieht keine "Sozialleistungen" mehr = Verzicht Rundfunkgebührenbefreiung, ggf. kein Zugang zur TAFEL und andere Einbußen von Vergünstigungen möglich (Sozialticket, Ermäßigungen etc. pp.).
    Liebe Grüße Kristin

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  17. #107

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    Standard

    Zitat Zitat von Nefertari1968 Beitrag anzeigen
    .... allmählich glaube ich nicht mehr daran, dass diese Gesellschaft überhaupt irgendetwas unternehmen möchte um Kinderarmut zu beseitigen...
    Das denke ich auch, mittlerweile dürfte jedem hinglänglich bekannt sein, was man gegen Kinderarmut tun kann.
    "Wenn eine Idee
    nicht zunächst einmal
    völlig absurd erscheint,
    kann man sie gleich vergessen."
    (Albert Einstein)


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  18. #108
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    Standard "Gemeinsam gegen Kinderarmut"

    Markige Worte.... null Hintergrund:

    Statement von Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales anlässlich des Parlamentarischen Abends des Sozialverbands Deutschland (SoVD) "Gemeinsam gegen Kinderarmut" am 10. April 2008 in Berlin

    Auch bei den Kindern sind die Statistiken ehrlicher geworden. Vor Einführung eines Rechtsanspruches auf "Grundsicherung für Arbeitssuchende" wurden rund eine Million Kinder in Sozialhilfehaushalten gezählt. Nicht erfasst wurden hingegen Kinder, deren Familien von der Arbeitslosenhilfe lebten und unter Umständen genauso wenig Geld zur Verfügung hatten.

    Und nicht erfasst wurden auch diejenigen, deren Eltern gar keine Sozialhilfe beantragt haben, obwohl sie berechtigt gewesen wären. Das heißt: Das alte System von Arbeitslosen- und Sozialhilfe hat die Wirklichkeit verdeckt.

    Jetzt ist sie sichtbar. Nun müssen wir die Herausforderung annehmen, für alle Kinder in unserem Land gleiche Teilhabechancen zu eröffnen.Derzeit erhalten etwa 2,2 bis 2,3 Millionen Kinder (unter 18 Jahren) Leistungen aus dem SGB II. Und im Bereich des SGB XII sind es etwa 16.000 Kinder.
    .... nicht "erfasst" werden ebenfalls Kinder, die lediglich zur Haushaltsgemeinschaft gehören und keinen Anspruch auf Sozialgeld haben, denn sie erscheinen in der o.a. Statistik nicht.

    wichtig ist, dass wir Familien mit Kindern aus dem Leistungsbezug trotz Arbeit heraushelfen. Jetzt. Dazu haben wir den Kinderzuschuss ausgebaut.

    Zusammen mit Änderungen beim Wohngeld können wir auf diese Weise rund 150.000 Kinder aus der Abhängigkeit von Arbeitslosengeld II heraus bekommen. Ein wichtiger Schritt, um das Armutsrisiko zu senken.

    Ein weiterer wichtiger Schritt dazu sind der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, der Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen - da haben wir unter Gerhard Schröder den Anfang gemacht. Das wird jetzt forciert. Und in den Ländern und Gemeinden muss es umgesetzt werden. Kostengünstige oder kostenfreie Betreuungsangebote, daran entscheiden sich auch Teilhabechancen.

    Das gilt für die Kinder, insbesondere die Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Elternhäusern, aber auch für viele Alleinerziehende im Land, die wegen fehlender Betreuung nicht arbeiten können.
    ... auch das ist widerlegt:

    Kinderzuschlag - für wen? und.... die Betreuungsangebote sind nach wie vor desolat - es reicht nicht mehr vollmundige Versprechungen abzugeben...


    Quelle und vollständiger Rede-Text
    Liebe Grüße Kristin

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  19. #109
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    Standard Kinderarmut = Bildungsarmut?

    Liebe Grüße Kristin

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  20. #110

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    Kinderarmut in Deutschland - Wenn der Staat Spenden frisst
    Im hessischen Seeheim-Jugenheim liest Georg Heil von den Sorgen des Mädchens und zögert keine Minute. Er macht die Familie ausfindig und überweist eine Spende von 250 Euro auf das Konto von Paulines Mutter. Er will helfen.
    Georg Heil ahnt nicht, dass seine Hilfsbereitschaft dazu führt, dass wenig später, am 5. Dezember, im Briefkasten der Korinths ein Schreiben des Hanse-Jobcenters liegen wird. "Sehr geehrte Frau Korinth, mir wurde bekannt, dass sie Spendengelder erhalten haben sollen. Ich bitte Sie um Äußerung zu diesem Sachverhalt bis zum 20. 12. 2007."
    Jemand habe sie anonym wegen Leistungsmissbrauchs angezeigt, erfährt Paulines Mutter, als sie sich beim Jobcenter meldet. "Mir wurde von der zuständigen Sachbearbeiterin gesagt, dass ich die Spende nicht behalten darf. Das Geld stünde Pauline nicht zu, deshalb würde mir die Summe von der nächsten ALG II-Überweisung abgezogen."
    Quelle und vollständiger Artikel: HIER

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




    Wichtig: Einige Informationen und Nachrichten - auch aus wenig populären oder gar fragwürdigen Quellen - stellen wir hier ein, auch wenn wir anderslautender Meinung sind - soll heißen, wir identifizieren uns nicht immer mit den Quellen und/oder Aussagen, finden aber die Information oder auch Anti-Information diskussionswürdig.

  21. #111

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    Standard Bundesratsinitiative für mehr Geld für Kinder und Jugendliche

    Licht am Horizont?

    Neben dem BSG, welches dieses Jahr noch die Sozialgeldsätze für Kinder überprüfen wird:



    gibt es folgende Bundesratinitiative:

    Berlin wird sich im Bundesrat für die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze für Kinder und Jugendliche einsetzen. Zusammen mit den Bundesländern Bremen und Nordrhein-Westfalen strebt der Senat an, dass die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und Jugendliche heraufgesetzt werden. Ein entsprechender Antrag soll noch vor der Sommerpause eingebracht werden.

    Bremen und Nordrhein-Westfalen hatten die Bundesratsinitiative gestartet, die mittlerweile eine breite und parteiübergreifende Unterstützung in den Bundesländern erfährt. Bislang erhalten Kinder bis 14 Jahre 60 Prozent und Jugendliche 80 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes. Das entspricht für Kinder 208 Euro im Monat, für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre 278 Euro, wenn sie unverheiratet sind und im Haushalt der Eltern leben.
    Quelle und vollständiger Artikel: Morgenpost
    Eure findige Such-Katze


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  22. #112
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    Hintergrund zur Bunderatsinitiative:

    844. Sitzung des Bundesrates
    am Freitag, dem 23. Mai 2008, 9.30 Uhr

    Entschließung des Bundesrates zur Berücksichtigung des kinderspezifischen Bedarfs bei der Bemessung der Regelleistungen nach dem SGB II und SGB XII
    Antrag der Länder NRW und Niedersachsen

    Antrag der Länder Bremen und Berlin

    Quelle: Bundesrat

    Nachtrag zur Drucksache
    Liebe Grüße Kristin

    Downloads und Links zu Anträgen - Umgang mit der ArGe - Abkürzungen - Freibetragsermittlung - Aufforderung die Wohnkosten zu senken - Sterbefall - Was ist zu tun? - Mehrbedarf für Alleinerziehende - Unser Arbeitslosengeld II- Rechner

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    Es ist schwer das Glück bei sich zu finden und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

  23. #113

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    Standard Der Bundesrat kreißt und gebiert eine Maus

    Für Karl-Josef Laumann, CDU-Sozialminister in Nordrhein-Westfalen, ist es "Quatsch", anzunehmen, dass ein 14-Jähriger nur etwas mehr als die Hälfte der Essensration eines Erwachsenen vertilgt. Das hatte der Familienvater im vergangenen Jahr noch im Landtag verkündet und damit seine Kritik an den unzureichenden Regelsätzen für Hartz-IV-Kinder untermauert. Sie werden vom Bedarf eines Erwachsenen rechnerisch abgeleitet und berücksichtigen nicht das, was Kinder und Jugendliche tatsächlich brauchen.
    Quelle und Weiterlesen: HIER

    Mit herzlichen Grüßen
    HorstLE




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  24. #114

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    Standard Kinderarmut - Ursachen der Kinderarmut

    Erschreckende Zahlen: Nach einem Bericht für das Bundesfamilienministerium ist mehr als jedes sechste Kind in Deutschland von Armut bedroht. In einer Bevölkerungsgruppe leben fast zwei Drittel der Kinder in Armut.

    Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Papier berichtet, leben fast zwei Drittel der Kinder von Hartz-IV-Empfängern an der Armutsgrenze. Gleiches gelte für etwa 40 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden sowie 30 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund

    Im nationalen Armutsbericht, dessen Entwurf Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) vor einer Woche vorgestellt hatte, war die Kinderarmut etwas niedriger eingeschätzt worden: Demnach war jedes achte Kind in Deutschland von Armut bedroht.
    Mehr:Stern



    Der Armuts- und Reichtumsbericht - Armutsbericht! - Armutsbeichte 2008

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  25. #115

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    Standard Kinderarmut: Zunahme als langfristiger Trend

    Langfristig betrachtet hat die Kinderarmut in Deutschland zugenommen. Dies hat auch damit zu tun, dass es immer mehr alleinerziehende Eltern gibt
    Mehr:Die Zeit

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  26. #116

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    Standard Kinderarmut: SPD fordert mehr Geld für bedürftige Familien

    Mit einem Zehn-Punkte-Programm will die SPD die Kinderarmut in Deutschland bekämpfen. Im Kern geht es darum, einkommensschwache Haushalte mit Kindern besserzustellen. Parteichef Kurt Beck fordert "den gleichen Euro-Betrag für jedes Kind".
    Mehr:Stern

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  27. #117
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    Keine unnötigen Hoffnungen.... im Kern geht es lediglich um Steuererleichterungen für Familien mit Kindern und darum:

    Über die Ausgestaltung der Verbesserungen will die SPD nach Vorlage des Existenzminimumberichts im Herbst entscheiden. Dann lägen die Daten für das steuerfreie Existenzminimum für Kinder vor.

    Weitere Punkte des SPD-Konzeptes sind der Ausbau gebührenfreier Betreuungsmöglichkeiten und ein kostenloses Mittagessen für Kinder aus sozial schwachen Familien.
    Quelle: Stern
    Liebe Grüße Kristin

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  28. #118

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    Standard Wer von den Wohltaten für die Familien profitiert

    Mehr Kindergeld, kostenloses Mittagessen, höhere Hartz-IV-Sätze: Union und SPD überbieten sich mit neuen Plänen - aber wem nützen sie?

    Mehr Kindergeld, jährlicher Schulmittelzuschuss, kostenloses Mittagessen, höhere Hartz-IV-Sätze für Kinder - SPD und Union überbieten sich derzeit mit immer neuen Vorschlägen zur staatlichen Familienförderung. Da die Koalitionspartner dabei jedoch auf unterschiedliche Konzepte - und Zielgruppen - setzen, steht der Regierung Streit ins Haus.

    Die SPD will die staatlichen Hilfen stärker auf einkommensschwache Familien konzentrieren und mehr Geld in die Betreuungsinfrastruktur stecken. Dies sieht der "Aktionsplan für gleiche Lebenschancen" vor, den das SPD-Präsidium gestern einstimmig verabschiedet hat.

    Die steuerliche Förderung der Familien soll nach den SPD-Plänen grundlegend umgebaut werden. "Jedes Kind muss dem Staat gleich viel Geld wert sein", heißt es in dem Papier. Der derzeit praktizierte Familienleistungsausgleich erfüllte dieses Ziel nicht. Die Sozialdemokraten monieren, dass Spitzenverdiener über den Kinderfreibetrag monatlich bis zu 230 Euro entlastet würden, das Kindergeld aber lediglich 154 Euro betrage.

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  29. #119
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  30. #120

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    Regierung schiebt Kindergeld-Erhöhung auf die lange Bank

    "Die Koalition betreibt eine bewusste Täuschung der Bevölkerung", so Diana Golze zur anhaltenden Debatte über eine mögliche Erhöhung des Kindergeldes. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

    "Wer behauptet, er müsse zur Kindergelderhöhung den Existenzminimumsbericht im Herbst abwarten, täuscht die Bevölkerung. Das Kindergeld kann und muss sofort angehoben werden, um wenigstens seinen Werteverlust durch Preissteigerungen seit 2002 auszugleichen. Dazu braucht es keinen Existenzminimumsbericht. Umgekehrt macht dieser allerdings eine Kindergeldanhebung verfassungsrechtlich zwingend. Was die Koalition als ihre Großzügigkeit darstellt, wäre also spätestens ab 2009 verfassungsrechtlich sowieso geboten.

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