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Thema: Eingliederungsvereinbarung: Muss ich "ewig" Bewerbungen schreiben?

  1. #1
    noNone Gast

    Explosiv Eingliederungsvereinbarung: Muss ich "ewig" Bewerbungen schreiben?

    Hi,

    ich muss jeden Monat 10 Bewerbungen bei der ARGE abgeben, und das schon seit Dezember 2006. Anfangs fand ich das ja ok, und habe mir auch Mühe gegeben, nur langsam habe ich keine Ahnung mehr wohin schicken.

    Seit ~3 Monaten habe ich auch einen 400 Euro Job, wo ich hoffe übernommen zu werden. Die Eingliederungsvereinbarung für die Bewerbungen habe ich auch im Dezember 2006 unterschrieben, ist die überhaupt noch Gültig? Ich meine ich habe da was von einem halben Jahr mal gelesen.

    Bitte um Hilfe, keine Lust mehr Bewerbungen zu schreiben.

  2. #2

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    Was steht denn zur zeitlichen Gültigkeit in deiner Eingliederungsvereinbarung?

    Das Gesetz schreibt 6 Monate vor....

    SGB II § 15 Eingliederungsvereinbarung

    (1) Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen die für seine Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung). Die Eingliederungsvereinbarung soll insbesondere bestimmen,

    1.welche Leistungen der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält,

    2.welche Bemühungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen muss und in welcher Form er die Bemühungen nachzuweisen hat,

    3.welche Leistungen Dritter, insbesondere Träger anderer Sozialleistungen, der erwerbsfähige Hilfebedürftige zu beantragen hat.
    Die Eingliederungsvereinbarung soll für sechs Monate geschlossen werden. Danach soll eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden. Bei jeder folgenden Eingliederungsvereinbarung sind die bisher gewonnenen Erfahrungen zu berücksichtigen. Kommt eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, sollen die Regelungen nach Satz 2 durch Verwaltungsakt erfolgen.

    (2) In der Eingliederungsvereinbarung kann auch vereinbart werden, welche Leistungen die Personen erhalten, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Diese Personen sind hierbei zu beteiligen.

    (3) Wird in der Eingliederungsvereinbarung eine Bildungsmaßnahme vereinbart, ist auch zu regeln, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige schadenersatzpflichtig ist, wenn er die Maßnahme aus einem von ihm zu vertretenden Grund nicht zu Ende führt.

  3. #3
    NoNone Gast

    Standard

    Also ich find da nichts wie lange das gehen soll, habe das aber mal gescannt:
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #4
    noNne Gast

    Standard

    Nach noch einmal hinschauen habe ich das hier gesehen:

    gültig bis: soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird

  5. #5

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    Sehr witzig. Diese Formulierung ist für die Tonne, da sie sich nicht an den § 15 SGB II hält.

    Ich würde von meiner Arge eine neue Eingliederungsvereinbarung verlangen und darauf hinweisen, dass die alte Eingliederungsvereinbarung entsprechend dem § 15 SGB II längst abgelaufen ist.

    Was nun die Anzahl der Bewerbungen angeht, diese sehe ich in der Regel bei maximal fünf pro Monat. Außer es gibt eine Vereinbarung über die Kostenerstattung darüber hinausgehender Bewerbungen.

    Aber ich würde nicht einfach so die Anzahl der Bewerbungen reduzieren, sondern dies mit einer neuen Eingliederungsvereinbarung regeln.

  6. #6

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    Ach ja, deine Eingliederungsvereinbarung erfüllt nicht eine der gesetzlichen Vorgaben und ist das Papier nicht wert.

  7. #7
    NoNone Gast

    Standard

    Ah super, dann brauch ich eigendlich auch keine mehr schreiben, und nicht mehr zur ARGE hingen oder? Für eine neue Eingliederungsvereinbarung können die mich ja wieder einladen. Bin immer froh wenn ich mit denen nichts zutun habe.

  8. #8

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    Das würde ich so nicht sehen. Auch ohne Eingliederungsvereinbarung musst du dich bewerben und dies auch nachweisen können. Dur riskierst sonst eine Sanktion.

  9. #9
    noNone Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Das würde ich so nicht sehen. Auch ohne Eingliederungsvereinbarung musst du dich bewerben und dies auch nachweisen können. Dur riskierst sonst eine Sanktion.
    Hmm, ok dann schreib ich lieber und hole mir eine neue Vereinbarung. Hatte schonmal ~60% Sanktion wegen Bewerbung & Leihfirma wo ich gekündigt hatte (Jobangebit kam von denen).

    Alles nur weil ich bei denen nach Arbeit gefragt hatte, davor hatte ich meine Ruhe.

  10. #10

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    Bist du evtl. unter 25 Jahre alt? Dann kann die Eingliederungsvereinbarung auch länger als für 6 Monate abgeschlossen werden. Ob das mit so einem open end bei dir rechtens ist, das sei dahingestellt.

    Eine neue Eingliederungsvereinbarung würde ich nicht verlangen. Deine Eingliederungsvereinbarung ist nämlich sehr gut so. Da steht ja nicht viel drin. In den Eingliederungsvereinbarungs können nämlich Dinge drinstehen, durch die du ganz leicht zu sanktionieren bist.

    Solltest du älter als 25 Jahre alt sein, ist diese Eingliederungsvereinbarung nicht mehr gültig. Sie darf für höchstens 6 Monate abgeschlossen werden.

    Werden denn die 10 Bewerbungen pro Monat gefordert? Oder legst du sie einfach routinemäßig vor?

  11. #11
    NoNone Gast

    Standard

    Ich war 25 wie ich diese unterschrieben hatte. Nun 26

  12. #12
    NoNone Gast

    Standard

    "Werden denn die 10 Bewerbungen pro Monat gefordert? Oder legst du sie einfach routinemäßig vor?"

    Ja die werden gefordert, werfe die aber momentan routinemäßig bei den in den Briefkasten.

  13. #13

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    Tja,

    Bewerbungen sind so eine Sache.

    Zwangsmittel, Kostentreibungen, all das sind Argumente.


    Kostenerstattungen sind eine Kann-Bestimmung. Wird die Erstattung bestätigt, dürften Bewerbungen eigentlich kein Problem sein.

    Jede Region dürfte nur über eine bestimmte Anzahl in Frage kommender Firmen, nebst lfd Anzeigen, bestehen.

    Die Erstellung einer Liste dürfte dann durchaus sinnvoll sein, die dann eben wiederholt angeschrieben werden muss.

    Man soll ja am Ball bleiben.

    Der Sinn einer solchen Maßnahme muss man eben für sich selbst entdecken.

    Wenn unnötige Brücken gebaut werden, können eben auch sinnlose Bewerbungen bezahlt werden.

    Wenn Merkel die Tröpfchen der Gletscherzurückbildungen zählen, Gabriel kontrollieren darf, wird wohl noch Geld für eine Briefmarke übrig sein.

  14. #14

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    Zitat Zitat von noNone Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich muss jeden Monat 10 Bewerbungen bei der ARGE abgeben, und das schon seit Dezember 2006. Anfangs fand ich das ja ok, und habe mir auch Mühe gegeben, nur langsam habe ich keine Ahnung mehr wohin schicken.

    Seit ~3 Monaten habe ich auch einen 400 Euro Job, wo ich hoffe übernommen zu werden. Die Eingliederungsvereinbarung für die Bewerbungen habe ich auch im Dezember 2006 unterschrieben, ist die überhaupt noch Gültig? Ich meine ich habe da was von einem halben Jahr mal gelesen.

    Bitte um Hilfe, keine Lust mehr Bewerbungen zu schreiben.
    Also meine EV ist 6 Monate gültig. Pro Monat muss ich 2 Bewerbungen schreiben. Nach 3 Monaten muss ich die ersten 6 Bewerbungen dann einreichen (entweder die Absagen, Zwischenmeldungen oder Anschreiben). Jeden Monat 2 Bewerbungen abgeben brauche ich nicht. Lohnt sich wahrscheinlich auch nicht der Aufwand oder? Wieso ist das eigentlich bei jedem so unterschiedlich geregelt? Liegt das daran, wie die Jobaussichten bei jedem einzelnen aussehen?
    Geändert von flocke1981 (10.05.2008 um 17:20 Uhr)

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