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Krümelchen
29.12.2007, 14:27
Hallo!
Ich bin beim Googeln auf Euch gestoßen. Beim hier Durchstöbern dachte ich, hier bleibe ich doch mal und melde mich an.:daumen2:
Zu mir: Ich (42) bin allein erziehende Mutter eines behinderten Sohnes (6, Asperger-Autist).
Seit der Geburt meines Sohnes bin ich sozusagen auf Arbeitsuche. Mein Kind war schon immer irgendwie schwierig. Was es war, wusste ich damals noch nicht. Im Mai d. J. wurde dann Autismus bei meinem Sohn diagnostiziert. Es gibt viel Ärger dadurch mit der väterlichen Familie:phobie1: , weil die dieses einfach nicht wahrhaben wollen. Im Moment bin ich gerade auf einem Nullpunkt angelangt. Nichts destotrotz verliere ich nie meinen Humor.;)
Gruß Krümelchen
Hallo und herzlich Willkommen in der Lebensphase. Hier bist du genau richtig und gut aufgehoben :)
auch von mir ein Herzliches Willkommen
Nichts destotrotz verliere ich nie meinen Humor.
das find ich super wenn du deinen Humor nicht verlierst
dragonflyer
29.12.2007, 19:36
Hallo Krümelchen!
Auch aus Essen ein Herzliches Willkommen in der Lebensphase! :D
Dein Sohn hat Asberger? Dann hat er gute Zukunftschancen :daumen1: ;) (auch wenn das jetztige Alter wohl anstrengend sein dürfte)
Der Sohn meiner Freundin ist auch Asberger-Autist, der ist jetzt 10 Jahre alt und kommt nächstes Jahr aufs Gymnasium ;)
Liebe Grüße
Tanja
Krümelchen
29.12.2007, 19:44
Hallo!
Danke für die Begrüßung.
Ja Tanja, Asperger-Autisten kann man fördern, so dass sie später relativ normal leben können. Ich bin ja froh, dass es bei meinem Sohn relativ früh diagnostiziert worden ist, so kann er noch gut auf die Schule, die nächstes Jahr ansteht, vorbereitet werden.
Und stimmt, im Moment ist er sehr anstrengend (wehrt sich mit Händen und Füßen morgens los zu müssen usw.).
Wir versuchen das Beste draus zu machen.
Gruß Krümelchen
Asperger-Autisten
darf man Fragen was das ist
Krümelchen
29.12.2007, 20:29
Klar Matus.
Immerhin wusste ich bis vor kurzem auch noch nichts darüber.
Hans Asperger (Kinderarzt) hat vor über 40 Jahren Kinder entdeckt, die sich merkwürdig im Sozialverhalten betrugen. Sie schienen keine Regeln zu kennen, andere Kinder interessierten sie nicht sonderlich, hatten Spezialinteressen, worin sie sehr gut waren, wurde aggessiv, wenn es nicht nach deren Plan lief, (meiner bekommt Wutanfälle), hatten Rituale. Sprachen hervorragend, meistens sogar besonders perfekt, manche sind hochbegabt. Hans Asperger hat erkannt, dass es sich hierbei um Autisten handelt, die sprechen können.
Mein Kind z. B. ist mittlerweile von den anderen Kindern im Kindergarten (er geht in einen ganz "normalen"), angenommen. Er ist eben so, wie er ist. Er muss immer bestimmen (das macht nicht jedes Kind mit), das hat etwas mit der Selbstkontrolle zu tun. Wenn etwas außer Kontrolle gerät, bekommt er Wutanfälle. Auch darf mein Telefon nicht einfach so klingeln, dann schreit er rum.
Er kann vieles macht es aber nicht. Wie z. B. sich morgens anziehen. Im Gegenteil, er wehrt sich noch dabei. Mach das mal bei einem 6-jährigen Jungen. Er kann Fahrrad fahren, fährt aber nicht in den Kindergarten mit dem Fahrrad, so dass ich ihn immer noch mit dem Kinderfahrradanhänger transportieren muss, und dann meckert er auch noch, dass ich schneller oder langsamer fahren soll.:wiebitte:
Er hat aber nicht nur schlecht Seiten, natürlich. Ich kann wunderbar mit ihm über Gott und die Welt reden. Er ist ein guter Diskussionspartner, trotz seines Alters.:)
Danke dir für deine Ausführliche Information man lernt halt nie aus im Leben
Diese Wutanfälle legen die sich mit den Jahren ?
Habe selbst mit meiner Frau 3 Kinder jedes Kind versucht wie weit es gehen kann,und versucht Vater und Mutter dabei auszuspielen,sehe das jetzt wieder bei meiner Enkelin, wenn sie nicht das bekommt was sie haben möchte (auf Handy und Schnurlostelefon besonders)dann schreit sie auch rum und macht sich Steiff ich sag halt 5 mal Nein und beachte sie dann nicht dann ist sie in 2 Min.wieder lieb.
Krümelchen
29.12.2007, 20:56
Diese Wutanfälle legen die sich mit den Jahren ?
Wir (Autistenzentrum, Sozialpädagogin, und ich) arbeiten gerade daran. Er hat sich dann nicht unter Kontrolle, es geht manchmal soweit, dass er in seinem Zimmer alles umschmeißt, was nicht niet und nagelfest ist.
Der Unterschied zu Deinem Enkel wird sein, dass mein Sohn gar nicht sagt, was er überhaupt hat oder will. Er weiß einfach nicht, warum ich ihn nicht verstehe. Das kapiert er nicht, noch nicht. Er ist ja lernfähig. Er muss soziales Verhalten eben auswendig lernen, nur so geht das in sein Kopf hinein.
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